Die Five Shot Regel – 5 Kameraeinstellungen für eine spannende Geschichte

Neben den 3 bekannten Kameraperspektiven auf Augenhöhe, Vogelperspektive und Froschperspektive gibt es 5 Kameraeinstellungen, die die Geschichte lebendiger und emotionaler machen. Die journalistischen W-Fragen ergänzen die Five Shot Regel und führen den Zuschauer durch die Geschichte.

Was sind die 5 Kameraeinstellungen?

1. Detailaufnahme: Diese Einstellung zeigt, WAS die Person macht oder ein Detail vom Gesicht (z.B. Augen).

2. Halbnahe: Das Brustbild (ab der Hüfte aufwärts) zeigt an, WIE Person und Handlung zusammenhängen

3. Nahe: In dieser Einstellung erfährt man, WER die Person und wie ihre Mimik (ab Brust aufwärts) ist. Sehr häufig wird diese Einstellungsgröße für Dialoge und Interviews verwendet.

4. Totale: Die Totale verrät, WO das Ganze spielt, den Ort der Handlung oder den Handlungsraum des Menschen. Diese Einstellung dient der Übersicht und der Orientierung.

5. Supertotale: Die Supertotale zeigt Dir den Ort, wo das Geschehen spielt aus großem Abstand. Supertotalen sind zum Beispiel Landschaftsaufnahmen, Luftaufnahmen oder Aufnahmen, die Menschen aus großem Abstand zeigen.

Neben diesen fünf klassischen Kameraeinstellungen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es gibt zum Beispiel auch den BeautyShot: Hierbei handelt es sich um eine ungewöhnliche Einstellung oder Perspektive (z.B. von unten, von oben, über die Schulter etc.), die das Besondere, Geheimnisvolle oder Überraschende der Situation zeigt.

Diese fünf Regeln sollen helfen, immer genügend Schnittmaterial zu haben, Szenen schön aufzulösen und die Übergange fließend zu gestalten. Natürlich ist es nicht zwingend, immer 5 Kameraeinstellungen zu filmen (auch aus Zeitgründen), aber je mehr Material vorliegt desto besser. Mit Blick auf die Beantwortung der W-Fragen fällt es dem Journalisten leichter, den roten Faden der Geschichte zu verfolgen.

Eine goldene Regel: Niemals zwei gleiche Kameraperspektiven hintereinander schneiden (z.B. Totale und Totale), sondern die Shots möglichst variieren.